Tag: 1. März 2026

  • JF-Übung: Stiche & Bunde

    JF-Übung: Stiche & Bunde

    Bei der letzten Übung der Jugendfeuerwehr stand ein klassisches, aber zentrales Thema auf dem Ausbildungsplan, Stiche und Bunde. Der sichere Umgang mit Knoten gehört zu den grundlegenden Fertigkeiten im Feuerwehrdienst und bildet die Basis für viele weitere Tätigkeiten, vom Sichern von Geräten bis zur Menschenrettung.

    Zu Beginn wurden die wichtigsten Knoten wiederholt und ihre jeweilige Verwendung erläutert. Geübt wurde unter anderem der gelegte Mastwurf. Dieser dient beispielsweise dazu, Saugschläuche oder Strahlrohre sicher einzubinden oder Leinen an festen Punkten zu befestigen.

    Gelegter Mastwurf

    Ergänzend dazu wurde der horizontal sowie vertikal gestochene Mastwurf behandelt, um Haltepunkte wie Säulen, Geländer oder Bäume sicher zu nutzen.

    Knoten Mastwurf

    Auch der Zimmermannsschlag war Bestandteil der Übung. Dieser Knoten eignet sich besonders, um Hölzer oder Gegenstände zusammenzuziehen beziehungsweise eine feste Verbindung unter Zug herzustellen.

    Zimmermanns Schlag

    Im Bereich der Personen­sicherung wurde der Brustbund geübt. Dieser wird verwendet, um eine Person einzubinden und beispielsweise bei einem Abstieg zu sichern. In diesem Zusammenhang wurde ebenfalls die Halbmastwurfsicherung behandelt, die im Feuerwehrdienst zur kontrollierten Sicherung oder zum Ablassen einer Person eingesetzt wird.

    HMS complete

    Abschließend wurde der Spierenstich wiederholt, der häufig genutzt wird, um Leinen zu verlängern oder Knoten zusätzlich zu sichern.

    Spierenstich

    Die Jugendlichen arbeiteten konzentriert und mit hoher Genauigkeit, denn bei Stichen und Bunden gilt: Nur korrekt gelegte Knoten bieten im Ernstfall die notwendige Sicherheit. Die Übung hat gezeigt, wie wichtig regelmäßiges Wiederholen dieser Grundlage

  • Winterschulung: Vegetations­brand­bekämpfung

    Winterschulung: Vegetations­brand­bekämpfung

    Im Rahmen unserer Winterschulung haben wir uns mit der Vegetationsbrandbekämpfung beschäftigt. Ein nicht unerheblicher Teil unseres Gemeindegebiets besteht aus Wald- und Vegetationsflächen, weshalb diese Einsatzart für uns eine reale und relevante Lage darstellt. Hinzu kommt, dass längere Trockenperioden und höhere Temperaturen das Risiko von Vegetationsbränden erhöhen, Entwicklungen, die in den vergangenen Jahren bundesweit und international deutlich sichtbar wurden.

    Im theoretischen Teil ging es um die Brandentwicklung und die Besonderheiten gegenüber einem Brand in bebauten Gebieten. Vegetationsbrände sind nicht räumlich begrenzt und breiten sich überall dort aus, wo brennbares Material vorhanden ist. Wind, Geländeform und Vegetationsart beeinflussen Flammenhöhe, Geschwindigkeit und Intensität maßgeblich. Besonders in Hanglagen kann sich ein Brand schnell und dynamisch ausdehnen.

    Ein weiterer Schwerpunkt war der taktische Umgang mit begrenzter Wasserversorgung. Da solche Brände häufig abseits gesicherter Löschwasserquellen entstehen, ist ein gezielter und sparsamer Wassereinsatz entscheidend. Neben dem klassischen Löschangriff spielen daher auch das Eindämmen und das Niederschlagen von Flammen eine wichtige Rolle.

    Im praktischen Teil wurde das Vorgehen mit Waldbrandrucksäcken und Feuerpatschen erläutert. Dabei ist eine enge Abstimmung sowie die ständige Beobachtung von Wind und Brandverhalten unerlässlich.

    Auch die Fahrzeugstellung wurde thematisiert. Fahrzeuge werden so positioniert, dass sie nicht vom Brand eingeschlossen werden können und eine schnelle Rückzugs- oder Wendemöglichkeit besteht. Eigenschutz hat bei dieser Einsatzlage oberste Priorität.

    Abschließend wurden neue Materialien geliefert und in Betrieb genommen.