JF-Übung ÖSA

Bei der heutigen Übung der Jugendfeuerwehr wurde mit dem ÖSA (Öl-Schadensanhänger) gearbeitet. Dabei stand ein historischer Öl-Schadensanhänger aus den 1980er-Jahren im Mittelpunkt. Trotz seines Alters ist dieser Anhänger weiterhin offiziell im Einsatzkonzept geführt und kann im Ernstfall jederzeit alarmiert werden.

Zu Beginn erhielten die Jugendlichen eine Einführung in die einzelnen Geräte und Werkzeuge des Anhängers. Dabei wurde insbesondere auf die manuelle Aufnahme und Eindämmung von auslaufenden Flüssigkeiten eingegangen. Werkzeuge wie Hammer, Spaten oder Wasserpumpenzangen bestehen aus massivem Messing. Dieses Material ist funkenfrei und wird deshalb bei Arbeiten mit brennbaren Stoffen eingesetzt. Aufgrund der massiven Bauweise sind diese Werkzeuge deutlich schwerer als heutige Standardausrüstung.

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Im weiteren Verlauf wurden Faltbehälter aufgebaut sowie eine Pumpe mit den dazugehörigen Schläuchen trocken in Stellung gebracht. Dabei wurde erläutert, dass Pumpe und Schläuche geerdet werden können, um elektrostatische Aufladungen abzuleiten und so das Risiko von Funkenbildung zu reduzieren. Diese Maßnahme ist insbesondere bei Einsätzen mit brennbaren Flüssigkeiten relevant.

Die verschiedenen Möglichkeiten zur Abdichtung von Öffnungen wurden gezeigt und erklärt, unter anderem das Abdichten mit Holzkeilen und Holzkegeln sowie die Abdichtung von Gullys, um ein Eindringen von Schadstoffen in die Kanalisation zu verhindern.

Ein weiterer Programmpunkt war das Kennenlernen von Chemikalienschutzanzügen. Die Jugendfeuerwehr konnte dabei sowohl originale Schutzanzüge aus der damaligen Ausstattung des Öl-Schadensanhängers als auch moderne aktuelle Varianten anprobieren und vergleichen.

Zur Ausleuchtung der Übung wurde der auf dem Anhänger verlaste 2-Takt-Stromgenerator von Sachs eingesetzt. Mit diesem Aggregat wurde ein Flutlichtscheinwerfer aus dem LF 10 (43/1) betrieben, um Arbeiten bei Dunkelheit zu simulieren.

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Nach Abschluss der Übung wurde die gesamte Ausrüstung gemeinsam zurückgebaut. Zum Ende des Übungsdienstes saßen alle noch zusammen zum gemeinsamen Essen. Anschließend wurden die Jugendlichen mit dem LF 8 (48/1) nach Hause gefahren.

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